In Griechenland glaubte man, dass ein frevelhafter Lebenswandel, die Exkommunikation, die Bestattung in ungeweihter Erde, besonders aber der Verzehr von Fleisch eines von einem Werwolf gerissenen Schafes dazu führt, dass ein Mensch nach seinem Tod zum untoten Vampir, zum Wrukolakas, wird. Der Wrukolakas klopft nachts an die Haustüre und ruft die Bewohner beim Namen. Wenn er beim ersten Mal keine Antwort bekommt, geht er vorbei, ohne Schaden anzurichten. Daher antwortete man in bestimmten Gebieten erst beim zweiten Mal auf Klopfen oder Rufen. Opfer des Wrukolakas werden selber zu Vampiren. Ein solcher Blutsauger wird immer mächtiger, wenn er unge-
hindert seinem Treiben nachgehen kann. Nur durch
Pfählen, Enthaupten und Verbrennen des Leichnams
kann dem Fluch ein Ende gemacht werden.